5 Tipps gegen Montagmorgen Blues

Wissenschaftliche Erkenntnisse für einen positiven Start in die Arbeitswoche

Der Wecker klingelt, draußen ist es noch dunkel, Nieselregen an der Fensterscheibe. Da will so keiner richtig gerne aufstehen und zur Arbeit gehen. Und nach einem schönen Wochenende fällt es umso schwerer, Montag morgen zurück in den hektischen Rhythmus der Arbeitswoche zu kommen. Die gute Nachricht: es gibt Abhilfe! Die positive Psychologie, die Wissenschaft für Glück und Wohlbefinden, hält wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse bereit, wie wir unser Glück und Wohlbefinden am Arbeitsplatz täglich steigern können. Ein paar der wertvollsten Erkenntnisse gegen den Montagmorgen Blues habe ich hiermit zusammengefasst zu 5 praktischen Tipps. Ausprobieren lohnt sich!

Tipp #1: Gute Laune auf Knopfdruck

Jeder kennt es und dennoch könnten wir es viel öfter nutzen: mit der richtigen Gute-Laune-Musik fällt der Start in den Tag spürbar leichter. Durch gute Musik kannst du deine Stimmung innerhalb weniger Sekunden ganz bewusst beeinflussen. Psychologen sprechen hierbei auch von einem Aspekt der emotionalen Intelligenz: der Fähigkeit, seine eigenen Emotionen nicht nur zu erkennen, sondern aktiv zu steuern.

Also: nimm dir einmal 5 Minuten Zeit, um zu überlegen, welche 2-3 Lieder dir ganz unweigerlich ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Und dann nichts wie Kopfhörer auf die Ohren bzw. Lautsprecher im Auto aufdrehen und mitsingen! Wer eine visuelle Alternative zu Musik sucht, kann sich auch hervorragend an Bilder, tolle Zitate und Fotos halten. Das Foto von der strahlenden kleinen Tochter oder der Lieblingsschnappschuss vom letzten Urlaub funktioniert hervorragend als visueller Anker auf dem Schreibtisch, weil unser Blick immer wieder darauf gelenkt wird.

Die hierbei erzeugte Emotion der Freude ist nur eine von vielen positiven Emotionen. Während negative Emotionen uns vor Gefahr bewahren sollen und dadurch einen Tunnelblick erzeugen, öffnen positive Emotionen unseren Blick für neue Möglichkeiten, Ideen und Beziehungen (die sog. Broaden-and-Build-Theorie). Langfristig betrachtet entstehen so neue Fähigkeiten und Ressourcen. Positive Emotionen haben damit nicht nur einen unmittelbaren Wohlfühl-Effekt, sondern stärken langfristig auch Kreativität und Resilienz, d.h. das Vermögen mit Stress umzugehen.

Tipp #2: Drei Dinge, für die du dankbar bist

Dankbarkeit ist eine weitere positive Emotion, die es zu verstärken gilt. Im Alltag ist unser Blick oftmals auf Dinge gelenkt, die nicht rund laufen und die es zu optimieren gilt. Positives nehmen wir oft als selbstverständlich. Rein evolutionär ist unser Gehirn auf die Suche und das Lösen von Problemen fokussiert. Sich die positiven Dinge unseres Lebens wieder bewusst zu machen und Dankbarkeit zu üben, ist daher ein wichtiger Bestandteil für mehr Glück und Wohlbefinden, auch im Job. Um deinen Wahrnehmungsfilter auf die schönen Dinge des Lebens zu lenken, mache eine kurze Liste: für welche 3 Aspekte in deinem Job (dies funktioniert natürlich mit jedem Lebensbereich) bist du dankbar? Dieses können ganz kleine Dinge sein und alles Mögliche umfassen: dein Aufgabenumfeld, die Arbeitskultur, Feedback von Kunden, Eigenschaften deiner Kollegen, Qualitäten deines Chef, spezifische Ereignisse etc. Ein sogenanntes Dankbarkeitstagebuch langfristig zu führen, ist eines der effektivsten Mittel, um seine Wahrnehmung nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Tipp #3: Energievampire meiden

Wer in deinem Arbeitsumfeld inspiriert dich und gibt dir viel Energie? Welche Kollegen zeichnen sich durch eine negative Einstellung aus, ersticken alle neuen Ideen im Keim, vergiften die Arbeitsatmosphäre? Unsere Beziehungen zu Kollegen, Kunden, Chefs und Mitarbeitern haben einen maßgeblichen Effekt auf unser Wohlbefinden und nicht jeder „tickt“ so wie wir. Versuche dem letzteren Typ, dem sogenannten Energievampir, aus dem Weg zu gehen. Und plane ein Meeting, Mittagessen, kurzes Telefonat o.ä. mit einem Kollegen, von dessen Treffen du meist beschwingt und mit neuer Energie an den Arbeitsplatz zurückkehrst.

Tipp #4: Ein Highlight für die Woche planen

Die vor dir liegende Arbeitswoche mag hektisch, spannend, anstrengend, großartig oder monoton sein. Falls der Drang besteht, die Woche einfach nur hinter sich bringen zu wollen, hilft es ungemein, die Kraft der Vorfreude zu nutzen. Ganz nach dem Motto „Vorfreude ist die schönste Freude“ (Hirnforscher stimmen diesem Sprichwort übrigens ganz und gar zu) lohnt es sich, kurz innezuhalten und zu reflektieren: Welche persönlichen Aufgaben oder Termine stehen diese Arbeitswoche an, auf die du dich ehrlich freust? Hier kannst du auch ganz bewusst kleine Highlights selbst einplanen. Wie genau so ein Highlight aussieht, ist natürlich ganz von deinem Job abhängig. Dies könnte das Mittagessen mit einem tollen Kollegen sein, die Quartalsplanung oder auch das Absenden des Urlaub-Antrags an den Chef, wer weiß…

Tipp #5: Komplimente an Kollegen verteilen

Erinnere dich mal an das letzte Kompliment oder tolle Lob, das du bekommen hast. Hat sich gut angefühlt oder? Im gehetzten Alltag verteilen wir viel zu selten ehrlich gemeintes Lob oder Komplimente an unsere Kollegen, Mitarbeiter, Chefs oder andere Mitmenschen im Job. Dabei bedarf es nur einer kleinen Beobachtung und einer Minute deiner Zeit und schon hast du einem Mitmenschen eine kleine Freude gemacht. Mit dieser kleinen Aktion machen wir nicht nur den Anderen glücklich und stärken die Beziehung, sondern steigern auch gleich die eigene Laune. Wenn das mal nicht eine Win-Win-Situation ist!

Hier die 5 Tipps auch nochmal vertont in meiner dazu passenden Podcast Folge:

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